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Die Stadtpfarrkirche St. Martin

Bauwerk aus 1157 mit bewegter Geschichte

Hauptplatz von Hartberg mit Stadtparrkirche St. MartinBlick auf vergangene Zeit vom Hauptplatz mit Stadtparrkirche

1157 wird sie als romanische Chorturmkirche im Bereich des heutigen Volksaltares erstmals urkundlich genannt. Unter Pfarrer Ulrich (1163-1202) erfolgt die Erweiterung zur dreischiffigen romanischen Pfeilerbasilika.

1467 wird die romanische Flachdecke aus Holz durch ein gotisches Sternrippengewölbe ersetzt.
Der Altarraum wird durch den Einbau eines spätgotischen Chores in Richtung Pfarrhof erweitert. Die Außenwände werden durch Strebepfeiler verstärkt. Das Taufbecken hat mit 1648 ein historisches Entstehungsdatum: Ende des 30jährigen Krieges.

Bestandsgefährdende Schäden entstehen durch den großen Stadtbrand von 1715. Die Wiederherstellung erfolgt im Stil des Barock, die Seitenschiffe werden durch Emporen erhöht.

1753 wird die Kanzel von Matthias Leitner, Graz, gefertigt.

1756 wird durch den Hartberger Baumeister Thomann Reiff der bisherige Stadtturm zu einem der schönsten barocken Kirchtürme umgewandelt; 90 m² Fläche sind vergoldet. Um die Breite des Turmes wird die Kirche verlängert. Die Datierung des Turmes ist aus dem Chronogramm über dem Aufgang zum Musikchor aus den römischen Ziffern zu erlesen.

Eine spätgotische Pieta aus 1420 steht im Mittelpunkt der spätbarocken Marienkapelle.

Von der Decke hängend beeindruckt ein spätgotisches Kruzifix aus 1500. Den spätbarocken Hochaltar von 1766 schmückt ein Hochaltarblatt von J. C. Hackhofer. Die Fresken und Ölbilder von Joseph Adam Ritter von Mölk stammen aus 1772.

1782 wird der Friedhof um die Kirche aufgelassen und in die Ungarvorstadt verlegt.

Die bis 1786 geltende Zugehörigkeit zur Erzdiözese Salzburg, zum Ausdruck gebracht durch zwei Querbalken im Turmkreuz, wird beendet. Ab nun ist die Pfarre in die Diözese Graz – Seckau eingeordnet.

2005 wird eine geglückte Außenrestaurierung durchgeführt.

2007 findet die 1. Internet-Messe Österreichs statt.